Auf einen Blick

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Unterwegs zum Fest

Diese Adventszeit wird uns alles abverlangen. Sie stellt uns in diesem Jahr vor große Herausforderungen und wir werden an unsere Grenzen geraten.

Weihnachtsfeiern, Geschenke kaufen, Adventskaffee mit der Familie, Weihnachtsmärchen mit den Enkelkindern, Kekse backen, Weihnachtsmarkt besuchen, Glühwein trinken, Päckchen packen

und und und..

Und das alles in drei Wochen. Denn in diesem Jahr liegt der Heilig Abend auf dem 4. Advent und somit fehlt uns eine Woche. Wir müssen uns die Zeit bis Weihnachten, die ja sowieso immer viel schneller läuft als andere Wochen im Jahr also besonders gut einteilen.

Jetzt kann man sich Rollschuhe kaufen oder ein Energiedrink trinken, damit einem Flügel wachsen, und man alles schneller schafft

Oder aber man bzw. frau gesteht sich ein: Es geht nicht. In diesem Jahr muss es mal anders gehen.

Wir möchten jedes Jahr diese besondere Zeit vor Weihnachten genießen. Es soll schön und besinnlich sein, aber meist endet es in hektischer Betriebsamkeit, die mit Advent und Weihnachten überhaupt nichts zu tun hat.

Die Adventszeit ist eine Vorbereitungszeit, weniger um Keksdosen und Schränke zu füllen als vielmehr unser Herz. Wir sollen uns innerlich auf Weihnachten vorbereiten und auf den Weg machen. Wir gehen so viele Wege in dieser Zeit, sind so viel unterwegs und sind immer weniger bei uns selbst Zuhaus.

Vielleicht können wir aus der Not eine Tugend machen, nach dem Motto: Weniger ist mehr. Weniger Adventswochen und dennoch mehr Zeit für mich. Nicht mehr Termine in weniger Zeit, sondern darauf achten, dass jeder Tag auch in sich Zeit für Besinnung und Ruhe hat.

Da geht es nicht immer um die großen Dinge. Kleine Momente der Ruhe und Andacht sind da schon ganz viel. Wie wäre es mit einer Viertelstunde am Tag für den Advent: Lesen, Musik hören, eine Kerze anzünden, beten - was immer gefällt.

Ich wünsche uns in den kommenden Wochen immer wieder besondere 15 Minuten.

„Mache dich auf, und werde licht; denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir! (Jesaja 60, 1)

Ihre Pastorin Doris Spinger